Waniyetu wawokiya – Winterhilfe
Das Besondere am Winterprojekt ist, dass es aus der Lakotagemeinde heraus selbst entstand.
2004 startete Andrea Cox, die sich seit 1997 für die Belange der Lakota in Pine Ridge engagiert, das Projekt mit einer befreundeten Person im Reservat.
Andrea:
"Wir begannen damit auf privater Basis, indem wir Gelder sammelten. So konnten wir das Heizmaterial drüben für die Familien mit Kreditkarte bezahlen. 2006 hatten wir dann das große Glück und konnten ein humanitäres Spendenkonto bei der Gesellschaft für bedrohte Völker eröffnen."
Ab 2009 übernahm das Ehepaar Delores & Wendell Yellow Bull das Winterprojekt als Ansprechpersonen im Reservat. 2016 verstarb jedoch Delores nach einer schweren Krankheit. Doch trotz des schweren Verlustes wird die Familie Yellow Bull das Winterprojekt weiter betreuen, da es Delores sehr am Herzen lag.
Leider müssen wir berichten, dass es Wendell Yellow Bull aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist das Winterprojekt weiter zu betreuen. Die Übergabe des Projektes fand im Winter 2018/2019 statt.
Babette Thin Elk, eine Lakota Ältere, traut sich zu das Projekt langfristig zu übernehmen. Sie ist in ihrer Gemeinde sehr angesehen und traditionell verankert. Wir sind ihr sehr dankbar.

Natürlich ist die Arbeit der Betreuer und Helfer im Reservat und hier in Deutschland ehrenamtlich.
Vor allem die alten Menschen im Reservat und die Kinder leiden darunter. Durch Unterkühlung holen sie sich schwere Erkältungen. Leider kommt es im Winter auch oft zu Todesfällen, weil die Menschen auf der Straße oder in ihren baufälligen Häusern erfrieren.
Durch Spenden konnten wir in den vergangenen Jahren vielen Familien über die Wintermonate helfen, indem wir für Sie das Heizmaterial gekauft haben. Oftmals sind bei den Familien, die durch Spenden in der Lage waren ihr Haus warm zu halten, andere Familienangehörige mit eingezogen.
Helfen auch Sie den Menschen im Pine Ridge Reservat die kalten Wintermonate zu überstehen. Jede noch so kleine Spende hilft!

Und wir helfen ALLEN bedürftigen Lakota Familien, solange wir genügend Spenden zur Verfügung haben. Es wird niemand abgewiesen und niemand bevorzugt.
Wir sind der Meinung: NEIN!
Natürlich muss Armut langfristig bekämpft werden. JA! Aber dies ist ein langer und ein schwerer Prozess. Was aber gegen die akute- in diesem Moment bestehende- das Leben bedrohende Armut tun?
Jeden Winter sterben im Reservat Menschen an Unterkühlung. Zumeist ältere und alleinstehende Menschen, zumeist Frauen. Es sind die Kinder, die Schwangeren und die Kranken die im Winter unter der Kälte leiden.
Und genau hier greift das Winterprojekt! Ein Projekt, welches aus der Lakotagemeinde selbst entstand und wir wollen diesen Menschen helfen. Menschen, die die Politik bislang vergessen hat.
Auch wenn die Lakota in den USA leben, herrscht im Reservat große Armut. Vielen Familien stellt sich im Winter die Frage:
Und in den Wintermonaten kann es in Süd Dakota richtig kalt werden. Temperaturen von -20°C sind keine Seltenheit und oft wird das Reservat von heftigen Schneestürmen, sogenannten "Blizzards", heimgesucht. Die ohnehin schlecht isolierten Trailer bieten dann kaum noch Schutz vor der eisigen Kälte.
Ist eine Besserung in Sicht?
Leider nein! Die derzeitige politische Lage in den USA bedeutet für die indigene Bevölkerung in Pine Ridge und in den anderen Gebieten der USA vor allem das Streichen von Fördergeldern.
Ganz wichtig hier ist:
Babette Thin Elk arbeitet ehrenamtlich und somit fallen keine administrativen Kosten an. In Deutschland gehen die Spenden an ein kostenloses humanitäres Konto der Gesellschaft für bedrohte Völker. Auch hier fallen dank ehrenamtlichen Engagements keinerlei Kosten an. Dies gewährleistet, dass tatsächlich das gesamte gespendete Geld für Heizmaterial verwendet werden kann!
Zudem erhalten die Familien kein Geld. Sie erhalten nur Propangras, Strom oder Holz. Jede Quittung wird aufgehoben und nach Deutschland weitergereicht.
Propangas:
Sobald 10 Familien Propan benötigen, gibt die Familie die Namen an die Propan Firma "Lakota Plains Co." weiter. Herr Yellow Bull, Mitgründer unseres Winterprojektes und ehrenamtlicher Betreuer des Projektes in den USA, schreibt einen Scheck z.B. in Höhe von 2000 USD an die Propanfirma aus und diese liefert direkt an die Familien das Minimum in Höhe von (im Moment) 175 USD Propangas (ca. 75 Gallonen).
Einige Familien heizen mit Strom. Oft laufen die Stromrechnungen enorm über die Wintermonate an. Deshalb helfen wir hier mit einer Minimumanzahlung in Höhe von 80 USD. Das Geld wird per Scheck von unserem Winterprojekt direkt an die Stromfirma geschickt.
Holz:
Es gibt Familien die mit Holz heizen. Wir kaufen vor Ort eine größere Menge so günstig wie möglich Holz ein und fahren es Fuhrenweise an die Familien aus.